Die CBB – CoblenzBrassBand Story

In diesem Artikel möchten wir von einem großartigen Projekt erzählen: Einem Projekt, welches in einer Laune geboren und bis zum heutigen Tag verfolgt wird (hoffentlich noch lange).

Die Idee

An einem Abend im April saßen vom Bläserstudio Alexander Kharsa und Tobias Jacobs mit dem Repräsentanten von Yamaha, Gottfried Meyer zusammen. Wir sprachen über Orchesterarbeit und Auswahlorchester- die Blasmusiklandschaft unserer Region. Gottfried erwähnte eine alte Tradition in Großbritannien, die Laienspieler zu Höchstleistungen motiviert und großartige Musik hervorbringt. „Brass Band“, zumindest einer am Tisch wusste zu dem Zeitpunkt das Ganze nicht einzuordnen. Alexander erzählte er habe von einem Trend in ganz Europa gehört diese „Brass Band“ Idee aufzugreifen und eigene Bands nach englischem Vorbild zu gründen.

Das Konzept

Das Konzept „Brass Band“ sieht vor in einer festen Formation, Stimmverteilung und Zusammensetzung ausschliesslich Blechbläser und Schlagwerker zu einem Orchester zu formen. Die stringente Beachtung der vorgeschriebenen Stimmverteilung ermöglicht eine einzigartige Klangfarbe mit diesem Orchester hervorzubringen. Es gibt keine Trompeten, dafür aber Kornette, die die Rolle der philharmonischen Streicher übernehmen. Die Bb Solokornette haben einen Konzertmeister, die Harmoniekornette eine hohe Solo-Melodie Stimme – ein einziges Eb Kornett. Ausserdem gibt es einen Satz aus Mittelstimmen, Euphonien, Bariton und Tenorhorn (in der englischen Geraden Bauweise nicht zu verwechseln mit dem „böhmischen“ Tenorhorn ovaler Bauweise) und die solistisch besetzte Flügelhornstimme. Zudem, quasi als Bratschensatz, die Althörner mit dem Solo Horn – (jedoch keine Waldhörner). Die Posaunen sind 3 stimmig besetzt und 3-4 Tuben runden das Instrumentarium nach unten ab und atmen chorisch, ähnlich dem versetzten Bogenstreich einer Kontrasbassgruppe, um einen stehendes Fundament bilden zu können. Eine besondere Rolle kommt dem Schlagwerk zu. Es wird nicht nur als tragender „Affektlieferant“ sondern auch in Stab- und Röhrenspielen melodisch eingesetzt. In unserem Fall sind 3 Schlagwerker vollauf beschäftigt. Für die Brass Band werden also über 30 Musiker benötigt – aber sie ist auch in dieser Größenordnung limitiert, da fast alle Stimmen nur solistisch besetzt werden können.

Die Ausschreibung

Man fasste also den Entschluss das erste „Brass Band“ Projekt in Rheinland Pfalz zu initiieren. Die Ausschreibung erfolgte ab Mai unter dem Stichwort „We Want You! for CBB“. Etwas über 40 Interessenten meldeten sich zum „Casting“ am 2. September im Bläaserstudio Koblenz. Hier trafen die hoffnungsvollen Aspiranten aus allen Lagern der Blechbläserzunft, vom Oberstabsfeldwebel des Heeresmusikkorps bis zum Posaunenchor-Laienspieler, vom Hobby-Posaunisten aus dem Bläserstudio bis zum Solotrompeter der Philharmonie zusammen. Und sie trafen alle gemeinsam auf einen der Brass Band erfahrensten Dozenten deutscher Zunge: Martin Schädlich. Als Leiter der Brass Band Düren, Juror, Ausbilder und Berater vieler Brass Bands in ganz Europa stellte er sich der Aufgabe den Brass Band Laien diese englische Kunstform näher zu bringen. Mit viel leiterischem Geschick, großer Empathie und Begeisterung besetzte er die Stimmen für die erste Probephase Anfang November. Das Repertoire wurde ausgeteilt und den Spielern zum Üben aufgetragen. Die Originalinstrumente, und die sind natürlich nicht selbstverständlich im Besitz der Musiker vorhanden, wurden Ende Oktober Dank einer großzügigen Unterstützung der Gründungsphase durch Yamaha Music (einem der führenden Anbieter im Brass Band Instrumentarium) verteilt.

Die Ausführung

Am 2. November beginnt im Proberaum der Postmusikkapelle (an dieser Stelle ein besondere Dank!) die Prophase I zur CBB – CoblenzBrassBand. Die Musiker arbeiten hart 2 Tage an dem Programm. Dank einer Kooperation mit der Rheinischen Philharmonie ist es ihnen, ohne finanzielles Risiko, am Sonntag den 4. November möglich ein Konzert mit dem passenden Namen „PREMIERE “ zu geben. Als Support Band hat sich die ConcertBand des Görres Gymnasium unter der Leitung von Marc Willeke gefunden. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren an diesem morgen ein für Schulbands überraschend ausgereiftes Programm aus amerikanischer und europäischer Literatur für sinfonisches Blasorchester. Nach einigen Zugaben der ConcertBand vor der  Pause beginnt nun die furiose „PREMIERE“ der CBB 🙂

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Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen Nerv getroffen zu haben, der vielen Menschen Blasmusik wieder ein Stück näher bringen wird. Für das kommende Jahr ist bereits ein weiteres Projekt geplant und bis zu diesem Zeitpunkt wird der Gedanke an Brass-Band und die CBB mit großer Sicherheit bei den Zuschauern dieser Premiere nicht einschlafen!

Tobias Jacobs, Bläsertudio Koblenz – Organisation CBB

Infos, Teilnahme und Booking unter: cbb@blaeserstudio.de

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