Rhine Phillis Orchestra beschreitet neue Wege

Text von Andreas Pecht

Zwei Konzerte im Koblenzer Görreshaus unter Leitung der Jazz-Größen Dennis Mackrel und Dave Horler

Nach vier erfolgreichen Jahren und zahlreichen vom Publikum begeistert aufgenommenen Konzerten unter Leitung von Jörg Engels tritt das Rhine Phillis Orchestra mit der Spielzeit 2012/2013 in eine neue Entwicklungsphase ein: Das Jazzorchester der Rheinischen Philharmonie sucht nun verstärkt die Zusammenarbeit mit wechselnden Bandleadern der nationalen und internationalen Jazz-Szene. Die Koblenzer Musiker wollen auch andere, unterschiedliche Arbeitsweisen und Stile kennenlernen. Wollen so ihre musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten im Jazz-Fach verbreitern und vertiefen. Wollen schließlich ihrem Publikum ein aufs Neue erweitertes Repertoire bieten. Den Anfang auf diesem Weg macht jetzt die Zusammenarbeit mit zwei Jazz-Meistern der mittleren und der älteren Generation: Dennis Mackrel und Dave Horler.

„A tribut to the Jazzmasters“ am 9. November

Im November 2012 wird der US-amerikanische Jazz-Schlagzeuger und Bandleader Dennis Mackrel für einige Tage Intensivprobe mit den Rhine Phillis nach Koblenz kommen. Er wurde 1962 in Omaha/Nebraska geboren und gilt als einer der besten Bigband-Drummer weltweit. Count Basie hatte 1983 den damals erst 21-Jährigen in sein Orchester geholt. Seither wirkte Mackrel in vielen hochrangigen Formationen als Schlagzeuger, bald auch als Bandleader mit. Daneben wurde er zum begehrten Studio-Spezialisten und genießt zudem als Arrangeur und Komponist international einen ausgezeichneten Ruf. Vorläufige Krönung seiner bisherigen Musikkarriere: 2010 übernahm Mackrel die Leitung des legendären Count Basie Orchestras. Mit großer Spannung sehen die Koblenzer Musiker der Arbeitsphase mit diesem großartigen Jazzer entgegen. Das Ergebnis wird dann bei einem Konzert am 9. November (19.30 Uhr) im Görreshaus der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Abend steht unter dem Motto „A tribute to the jazzmasters“ und ist überwiegend Jazz-Legenden wie Count Basie oder Duke Ellington gewidmet – auch in Arrangements von Dennis Mackrel selbst.

„The music of Dave Horler“ am 8. Januar

Anfang Januar 2013 nimmt sich dann Dave Horler des Rhine Phillis Orchestras an. Mit bald 70 Jahren gehört der gebürtige Brite zur Riege der großen, reifen Altmeister des Jazz. Sein Instrument, das er seit dem 14. Lebensjahr spielt, ist die Posaune (speziell Ventilposaune). In den 1960-/70ern beim BBC Radio Orchester und anderen namhaften, vor allem Londoner Formationen aktiv, kam Horler 1980 nach Köln. Dort ist mit der WDR Bigband eine der wichtigsten deutschen Jazz-Formationen zur musikalischen Heimat für ihn geworden und bis heute geblieben, sowohl als Instrumentalist wie auch als Komponist und Arrangeur. Für die Arbeitsphase in Koblenz und das sie abschließende Konzert am 8. Januar (19.30 Uhr) im Görreshaus will der in Bonn lebende Horler gemeinsam mit den Phillis-Musikern Stücke aus seinem eigenen opulenten Oeuvre aussuchen. Weiteres Bonbon für Jazz-Liebhaber an diesem Abend: Im  zweiten Teil gesellt sich Aniko Kanthak als Solosängerin zum Rhine Phillis Orchestra –  und Dave Horler wird eigens für diesen Anlass Titel aus dem Repertoire der Sängerin neu für Jazzorchester arrangieren.

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