Sankyo Stützpunkt im Bläserstudio

Jessica Hanrath testet Sankyo-Köpfe

Einen Besuch im Bläserstudio nutzt mancher Profi sehr zu unserer Freude, um Neuerscheinungen in Augenschein zu nehmen und nach Herzenslust zu testen. Ihren heutigen Besuch in der Werkstatt verband die Flötistin Jessica Hanrath damit, unsere Auswahl an Sankyo Querflötenköpfen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Es ist immer wieder überraschend, welch individuelle Klangeigenschaften Köpfe entwickeln. Dem Rechnung zu tragen bieten wir Ihnen, neben unserem reichhaltigen Angebot an Querflöten, zusätzlich ein Sortiment an unterschiedlichen Köpfen an, damit Sie die für Sie passenden Charakteristika im Hinblick auf Klang und Anspracheverhalten entdecken können. Über unsere breite Auswahl an Sankyo-Köpfen hinaus können Sie den Grenaditte-Kopf des Herstellers GMIC, den Neusilberkopf mit Grenadillmundlochplatte von W.Tomasi sowie den Grenadill-Vollholzkopf von QS Music unverbindlich testen.  Ausserdem halten wir für das aktuelle Pearl Piccolo auch 2 verschieden Köpfe zur Auswahl bereit.

Frau Hanrath spielt eine Sankyo Silver Sonic. Ihr Original Kopf ist mit einem Goldmundlochkamin ausgestattet. Diesen zur Seite legend hatte sie die Wahl zwischen einem Kopf der Serie ST (ST-2) mit flacher Mundlochplatte sowie den Köpfen der RT-Serie (RT-1 bis -3) mit deutlich gewölbter Mundlochplatte. Alle Köpfe sind aus 925er Vollsilber mit einer Wandstärke von 0.38mm gefertigt.

Und die klingen nun alle anders?

Frau Hanrath´s Fazit zu den aktuellen Sankyo Köpfen:

ST-2: Den ersten Klangeindruck des Kopfes beschreibt die Flötistin als solide aber unspektakulär. Die Ansprache ist in Ordnung aber der Ton entfaltet sich nicht. Wenn man beginnt am Ton zu arbeiten, so wird er hingegen eng und scharf. Es bildet sich nur wenig bis kein Tonkern aus. Insgesamt empfindet Frau Hanrath den Kopf schwierig zu handhaben. Er konnte sie nicht überzeugen.

RT-1: Zur RT-Serie wechselnd ist, die Flötistin zunächst überrascht, wie problemlos sie mit der ungewöhnlichen Mundplattenformung zurecht kommt. Die Ansprache ist leichtgängig und die Höhe mühelos zu erreichen. Leider fehlt es dem Ton hier an Brillianz. Der tiefen Lage kannt Frau Hanrath einen runden Ton entlocken, der allerdings etwas muffig klingt. Der Tonkern ist nur in einem recht schmalen Bereich zu entwickeln. Damit schneidet der RT-1 bei unserer Flötistin nur knapp besser ab als der ST-2.

RT-2: Diesen Kopf testet Frau Hanrath mit freudiger Überraschung. Der RT-2 glänzt mit einem brillianten und dabei runden Ton in allen drei Lagen. Der Tonkern lässt sich problemlos entwickeln und geht zu einem breiten Klangvolumen auf. Die Flötistin hat Freude mit dem reichen Potential dieses Kopfes zu arbeiten. Lediglich die Mittellage ist nicht ganz so breit modellierbar. Darüber hinaus weist Frau Hanrath darauf hin, dass der RT-2 etwas schwerer anzuspielen ist. Dies ist naturgemäße Konsequenz daraus mit dem Kopf solch breite Klangvariationen erarbeiten zu können. Damit erscheint Ihr der Schnitt des RT-2 Kopfes für Anfänger weniger geeignet.

RT-3: Für Ihre Ansprüche erachtet unsere Flötistin den RT-3 als am besten geeignet. Der Kopf entwickelt „quasi von allein“ über alle drei Lagen einen ausgewogenen, runden und vollen Klang. Auch die Mittellage vermag nun Frau Hanrath zu begeistern. In seinem voluminösen satten Ton sieht sie einen nochmaligen Klanggewinn. Um diesen auskosten zu können, sollte auch dieser Kopf mit ausreichend Kraft geblasen werden können. Daher richtet sich dieser Kopf deutlich an Profiflötisten.

Wie man an diesen sehr differenzierten Testergebnissen erkennen kann, bedarf die Auswahl eines Flötenkopfes viel Ruhe und Zeit. Hierfür stehen Ihnen unsere Anspielräume und eine gute Tasse Kaffee zur Verfügung. Unsere Flötenbauerin Frau Kehl berät Sie gerne.

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